Jetzt in Serie: Touch (2012)

„3 18 – it’s the 18th of March … that is today! Something is gonna happen today!!“

 In der neuen amerikanischen Fernsehserie TOUCH spielt Kiefer Sutherland (Jack Bauer aus 24) den Vater des autistischen Jungen Jake. Vor Jahren war Martin Bohm ein erfolgreicher Zeitungsreporter, bis am 11. September 2011 seine Frau beim Terrorangriff auf das World Trade Center in einem der Türme ums Leben kam – seither ging es abwärts mit ihm. Auch ist er mit seinem Sohn überfordert, der nicht spricht, quasi auch noch nie gesprochen hat und der immer gehäufter seltsame Aktionen vollführt wie zB das Erklettern eines Mobilfunkturms. Schließlich schreiten die Behörden ein und Jake muß zur Überwachung in eine Art Heim. Doch auch dort kann man sich aus den Zahlenreihen (entweder in Massen auf Papier gekrickelt oder auch aus Popcorn ausgelegt) keinen wirklichen Reim machen.
Martin gibt nicht auf: Auf seiner Suche nach Hilfe, trifft er auf Arthur DeWitt (Danny Glover, Lethal Weapon et al.), der ein Experte für seltsame Kinderbegabungen zu sein scheint und der ihm erklärt, daß Jake die Strukturen hinter der Realität erkennt – alles läßt sich in einen mathematischen Zusammenhang bringen. Und das ist wohl auch das Schicksal von Jake Bohm: er sieht hinter allen Zahlen Zusammenhänge oder umgekehrt.
In der Pilotfolge geht es ganz konkret um 3-18: Bohms Laptop alarmiert ihn immer morgens um 3:18, Handies klingeln um 3:18, Schulbusse haben die Nummer 318 … 
Martin Bohm scheint schließlich die Zahlenreihen und Diagramme zu verstehen und scheint die wortlose Kommunikation seines Sohns zu verstehen. Natürlich liegt er nicht ganz richtig, und dennoch konnte durch die Verfolgung der 318-Hinweise ein größeres Unglück verhindert werden.

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TOUCH scheint eine der interessanten neuen amerikanischen Serien zu sein, die demnächst starten bzw bereits laufen. Ähnlich wie bei der Serie AWAKE (die mich nach der Pilotfolge nicht ganz so sehr ansprach) ist es ein kontemporärer Background, der mit einem gewissen mystischen Twist versehen wird. Doch im Gegensatz zum neuen Stern am Crime-Serien-Himmel, ist TOUCH übersichtlicher erzählt, ist nicht so wirr, nicht zuletzt durch den überschaubareren Protagonisten-Stamm spannender. Das Thema Autismus, gekoppelt mit dem Phänomen der Fibonacci-Zahlen ist so umfangreich, daß ich mir sehr gut einen überschaubaren Fortgang der Serie vorstellen kann.

Obwohl ich schon ein wenig darauf wartete, daß „Jack Bauer“ dem armen Feuerwehrmann oder der Dame vom Jugendamt die Kniescheibe zertrümmert oder die Finger bricht, ist es die leicht melancholische Note Kiefer Sutherlands, welche die Figur Martin Bohm recht authentisch macht. Sohn Jake wird von David Mazouz wunderbar dargesetllt und auch Danny Glover als Professor und Gugu Mbatha-Raw als Mitarbeiterin des Jugendamts spielen gut.

Wer noch Platz hat im Serienkalender, sollte sich TOUCH eintragen – gestern war Serienbeginn.

INFOS zu TOUCH:
http://www.imdb.de/title/tt1821681/

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DVD: Touch (Season 1)

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