Feb 052013
 

Nachdem ich 2012 pausierte, war ich 2013 mal wieder in Nürnberg auf der weltgrößten Spielemesse INTERNATIONAL TOYFAIR in Nürnberg.

Anders als in den letzten Jahren, war ich in eigener Sache unterwegs, wollte mit bestehenden und potentiellen Auftraggebern quatschen und ausloten, “was die Branche noch so kann”.
Durch die Vorbereitungen des GratisRollenspieltag etwas eingeschränkt, habe ich nur die Presse-Vorschau und die ersten zwei Tage der Messe mitgenommen. Aber, um mal wieder ein wenig die Luft der großen weiten Spielebranche zu schnüffeln (besonders in der Flankenhalle;-)), war das vollkommen ausreichend.

In Nürnberg zu Hause: Playmobil immer eine sichere Bank!

In Nürnberg zu Hause: Playmobil immer eine sichere Bank!

Vorweg kann ich sagen: schön war’s! Die alten und auch die potenziellen neuen Kollegen waren allesamt gut drauf, trotz des klassischen Messefiebers. Die Neuheiten waren mannigfaltig, wenn auch nicht herausragend, quasi gute, deutsche Hausmannskost.

Besonders auffällig fand ich den sehr schlecht besuchten PRESS PREVIEW. Waren vor zwei Jahren noch zwei Stockwerke des CCN OST gut ausgelastet und wohl frequentiert, so daß Duckfrete & Co. Schwierigkeiten hatten, ihre Watschel-Quanten durch die Gänge zu schlappen, war in diesem Jahr extreme Lauffreiheit gegeben. Die Brettspielverlage waren bis auf wenige Ausnahmen gar nicht da. PEGASUS SPIELE war hier eher die Ausnahme, mit dem KENNERSPIEL VILLAGE im Rücken und dem WUNDERLAND vor der Brust konnte man aber auch der “normalen Presse” etwas zeigen.

Marketingmenschen bei Pegasus mit Munchkin-Axt.

“Kill deinen Kollegen und nimm seinen Presse-Stand …”

Auch die CELEBRITIES haben nicht soviel gebracht, wie wohl erwartet. Nach dem Motto: Stell dir vor, Lena Meyer-Landrut singt mit dem Furby ein Duett und (fast) niemand hört hin. Klar, man mußte die Damen und Herren (zB Axel Schulz oder auch der hohe Adel mit Maja von Hohenzollern waren vor Ort) natürlich fotografieren, aber am Ende zählten womöglich doch mehr die Inhalte.

Gruppenfoto der Walking Acts.

The Gathering!

Obwohl das natürlich ärgerlich war, habe ich ganz und gar nix dagegen, wenn Verlage wie ASMODEE oder ABACUSSPIELE oder der HEIDELBÄR ihr zusammengekratztes Marketingbudget in die eigentliche Messepräsentation investieren – schlußendlich ist die gesamte Messe eine “Presseshow”.

 

Dennoch möchte ich diese Messe und die Messestadt Nürnberg jedem empfehlen, der die Chance hat, sie zu besuchen. Die SPIELWARENMESSE ist eine Fachmesse, insofern ist ein Gewerbe in diesem Bereich Voraussetzung, auch die Presse hat natürlich Zutritt!

Wenn ihr gerne weitere Details über die Produkte möchtet, empfehle ich euch die Berichte von TRICTRAC-GUIDO und natürlich vom CLIQUENABEND.

 

INFOS zur SPIELWARENMESSE:
http://www.spielwarenmesse.de/

CLIQUENABEND & TRICTRAC:
http://www.cliquenabend.de/
http://de.trictrac.net/

Jun 282012
 

Pegasus Spiele und der Heidelberger Spieleverlag gehen getrennte Wege!

Bisher hatten sich die beiden Verlage/Vertriebe immer gegenseitig mit ihren Produkten beliefert, so konnten verschiedenste Fachgeschäfte mit unterschiedlichsten Ausrichtungen und unterschiedlichster Historie bei einem Großhandel bestellen, und bekamen dort immer alles: Produkte vom Heidelbär als auch von Pegasus. Das war natürlich vor allem für den Handel sehr praktisch, da es logistisch und buchhalterisch viel Aufwand ersparte.

Diese Zeiten sind nun vorbei, denn der Heidelberger Spieleverlag verkündete gestern in einer Pressemitteilung:

“… dass ab sofort sämtliche Handelsbeziehungen zur Pegasus Spiele GmbH eingestellt werden.”

Begründet wurde diese Aufhebung der Geschäftsbeziehung mit zunehmendem Vertrauensverlust:

Provokationen und Vertrauensbrüchen seitens Pegasus kam. Die Geschäftsleitung des 
Heidelberger Spieleverlags sieht aus diesem Grund keine Basis für gemeinsame Geschäfte mehr.”

Heidelbaer-pegasus

Was für eine überraschende Nachricht?! Für mich, in seiner Härte, doch eine Überraschung. Klar gab es in der Vergangenheit immer mal wieder ein paar Reibereien zwischen den Firmen – wie es in allen Beziehungen Differenzen gibt ; und auf Messen kam es auch mal zu Differenzen zwischen den Mitarbeitern, aber das waren für mich alles nur kleine Krisen, die entstehen, wenn Unternehmen, die mit Herzblut einer Sache “dienen” aufeinanderstoßen und dabei oft auch das Gleiche wollen.

Offensichtlich sind die Konflikte eher mehr geworden und in der Sache härter. Firmen die lange Jahre zusammenarbeiteten, in der Vergangenheit logistische, vertriebliche und auch Verlagskooperationen pflegten, gehen nun komplett getrennte Wege.

Dies bedeutet für den Handel sicherlich wesentlich mehr Aufwand. Für einige Spielerinnen und Spieler wird es bedeuten, daß einige Waren bei ihrem FLGS nicht in dem Maße verfügbar sind wie bisher, aber im Schnitt wird sich für die Konsumenten nichts ändern.

Für mich als Konsument aber auch Veranstalter von Spieletreffen wäre es wünschenswert, wenn es zu einem einvernehmlichen Miteinander kommt.

Es mag wirtschaftliche Gründe geben, diese Kooperation zu lösen, aber ich denke nicht, daß es Sinn macht, dieses auf so eine rabiate Art und Weise zu tun.

INFO:
Pressemitteilung vom Heidelberger Spieleverlag vom 27. Juni 2012